Realistische und gut vorbereitete Einsatzübung am 26. April 2006 auf dem ehemaligen BayWa-Betriebsgelände in Welden

Am 26. April 2006 wurde eine groß angelegte Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Welden durchgeführt. Angenommen wurde ein Lkw-Unfall mit Rauchentwicklung auf dem ehemaligen BayWa-Betriebsgelände in Welden - mehr enthielt auch die am Gerätehaus übergebene Information an die Führungskräfte nicht.

Beim Anrücken der vier vollbesetzten Feuerwehrfahrzeuge der Weldener Feuerwehr bot sich den Einsatzkräften ein eindrucksvolles Szenario. Eine MAN-Sattelzugmaschine mit Tankauflieger war rückwärts in das Betriebsgebäude der ehemaligen BayWa gerollt. Dabei wurde angenommen, dass der Tank des Sattelzugaufliegers aufgerissen wurde und eine zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Flüssigkeit austritt. Weiter wurde angenommen, dass an der Sattelzugmaschine einen Schwelbrand entstand, der sich möglicherweise auch auf das Gebäude auszudehnen drohte. Einsatzleiter Karl-Heinz Fischer erkannte umgehend die potentielle Gefahr, die von dem beschädigten Sattelzugauflieger ausging und entschloss sich nach Identifikation des ausgetretenen Gefahrguts eine rasche Eindämmung der Gefahr mittels Schwerschaum durchführen zu lassen. Eine Zündung des leicht entzündlichen Gefahrstoffes konnte somit nahezu ausgeschlossen werden. Die zwischenzeitlich ausgerüsteten und einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger konnten sich umgehend auf die Suche nach zwei vermissten Personen im Betriebsgebäude der ehemaligen BayWa machen, während weitere Einsatzkräfte der Weldener Wehr mit dem Aufbau der Löschwasserversorgung von der Laugna beschäftigt waren. Die stark sichtbehinderten Atemschützer (die Atenschutzmasken wurden mit „Milchfolie“ zur Rauchsimulation beklebt) konnte eine Person aus einer Autogrube retten. Eine weitere verletzte Person wurde im Verlauf der weiteren Suche im ersten Stock gefunden. Nachdem nun angenommen wurde, dass der Rückzugs- und Rettungsweg des Angriffstrupps abgeschnitten war, musste die Rettung des Verletzten und des Angriffstrupps mittels Leiter aus dem ersten Stock erfolgen.

Nach ca. einer Stunde konnte der Einsatz der Weldener Wehr erfolgreich abgeschlossen werden. Kommandant Eduard Schuster, der den gesamten Übungsablauf aufmerksam verfolgte, konnte eine gute Leistung seiner Wehr feststellen. Er dankte bei der anschließenden Einsatzbesprechung vor Ort allen Feuerwehrkameraden für deren Einsatz. Besonderer Dank galt Andreas Pröll, der diese eindrucksvolle und realistische Übung selbständig ausgearbeitet und vorbereitet hatte.

Unser Dank gilt auch den unterstützenden Firmen BayWa, Hama Lkw-Vermietung Wollbach (Bereitstellung der Sattelzugmaschine) und der Spedition Alois Killisperger aus Gottmannshofen (Bereitstellung des Sattelzugaufliegers).

Das Betriebsgelände der ehemaligen BayWa in Welden. Zu sehen die Sattelzugmaschine der Lkw-Vermietung Hama aus Wollbach mit Auflieger der Spedition Alois Killisperger aus Gottmannshofen. Wie im Bericht dargestellt, wurde angenommen, dass das havarierte Fahrzeug zu der angenommenen Einsatz-Situation geführt hat. (Bild Andreas Pröll)

Leider konnten von dieser eindrucksvollen Einsatzübung aufgrund des schlechten Wetters und eintretender Dunkelheit kaum Fotos erstellt werden.